Ausstellung & Führung

Gegen Kaiser und Papst – Magdeburg und die Reformation

01.09.2017 bis 28.01.2018 10:00 - 18:00 Uhr

Die 500. Wiederkehr der Bekanntmachung
von Martin Luthers Thesen gegen den
Ablasshandel am 31. Oktober 2017 wird
national und international gewürdigt als die
Erinnerung an ein Ereignis mit
weitreichenden Folgen für kulturelle,
soziale und machtpolitische Entwicklungen
in der ganzen Welt.
Magdeburg, im 16. Jahrhundert mit 30.000
Einwohnern eine der größten Städte des
Alten Reiches, nahm bei der von
Wittenberg ausgehenden Erneuerung der
Kirche eine Vorreiterrolle ein. Im
Kulturhistorischen Museum wird dieser
besondere Erinnerungsort des deutschen
Protestantismus und sein wirkmächtiger
Einfluss im Zeitalter der Glaubenskämpfe
in der Ausstellung „Gegen Kaiser und
Papst“ einem breiten Publikum vor Augen
geführt.

Luthers Eintreten für die „reine Lehre des Evangeliums“ sowie sein Kampf gegen den
Missbrauch des Ablasses fanden in Magdeburg großen Zulauf bei der Bevölkerung. Im Juni
1524 predigte Martin Luther mehrfach in der Elbestadt und er setzte seinen Freund Nikolaus
von Amsdorf zum Superintendenten ein.
Die Ausstellung zeigt die heftigen Auseinandersetzungen um Glaube, Macht und
Gerechtigkeit zwischen den städtischen Wortführern und den Predigern sowie den zentralen
Gestalten des Reiches, Kardinal Albrecht von Brandenburg und Kaiser Karl V. Im Zuge
dieses Konfliktes verstand sich Magdeburg als Bollwerk des Protestantismus, wurde zum
Zufluchtsort der lutherisch gesinnten Glaubensflüchtlinge und entwickelte sich zum
Propagandazentrum der Reformation. Die Stadt verweigerte zudem jegliche Zugeständnisse
an Kaiser und Papst. Diese Position führte im Belagerungskrieg von 1550 zu blutigen
Konsequenzen. Erst mit der Konkordienformel, einem Einigungswerk evangelischer
Theologen aus dem ganzen Reich, dass im Kloster Berge vor den Toren der Stadt 1577
beschlossen wurde, schien der konfessionelle Eifer Magdeburgs geschlichtet.
In der Ausstellung wird der existenzielle Streit um das wahre christliche Bekenntnis
veranschaulicht mit originalen Zeitzeugnissen, Flugschriften und Einblattdrucken,
Holzschnitten und Kupferstichen. Außerdem werden Gemälde, Kunstwerke oder
Alltagsgegenstände den Blick weiten auf die ganze Lebenswelt der Städtereformation im 16.
Jahrhundert.

Link: http://www.khm-magdeburg.de/ausstellungen/vorschau/

Vorverkauf:
Kulturhistorisches Museum Magdeburg
museen@Magdeburg.de
Tel: 0391 /5403530

Veranstaltungsort:

Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 68-73
39104 Magdeburg

Veranstalter:

Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 68-73
39104 Magdeburg
Telefon: 03915403508

Eintritt:

7,00 €

Ermäßigung:
5,00 €