• Luthers Totenmaske
    in der Marktkirche zu Halle
  • Luther Portrait
    an der Marktkirche zu Halle
  • Marktkirche zu Halle
    Justus Jonas führte hier 1541 die Reformation ein.
  • Neue Residenz
    neben dem Dom zu Halle. Erbaut 1531 bis 1539 von Kardinal Albrecht.
  • Burg Giebichenstein
    Foto: Jan Laurig
  • Dom Innen
    Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
  • Dom zu Halle - außen
    Foto: Michael Bader
  • Franksche Stiftung
    Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
  • Händel-Haus
    Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
  • Marktkirche
    Foto: Jan Laurig
  • Marktplatz mit Silhouette
    Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
  • Moritzburg
    Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
  • Stadtgottesacker
    Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
  • Szenische Lesung - Amore et Studio
    Martin Luther und Kardinal Albrecht diskutieren das Für und Wider des Ablasshandels Foto: Markus Scholz

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Veranstaltungen

Halle (Saale)

Martin Luther in Halle

Mit der Reformation verbindet Halle eine besondere Geschichte: Hier nimmt nicht nur Kardinal Albrecht – Erzbischof von Magdeburg und Mainz, Administrator des Bistums Halberstadt und Kurfürst des Heiligen Römischen Reichs – im Jahr 1541 seine zukünftige Residenz, die hallesche Moritzburg, ein. Hier entbrennt auch ein Streit über den Ablasshandel. Albrechts Kontrahent: Martin Luther, der das Freikaufen von den Sünden kritisiert und damit zu Albrechts ärgstem Widersacher wird.

Durch den fortdauernden Streit zwischen Martin Luther und Kardinal Albrecht kann Halle als Wiege der Reformation bezeichnet werden. 1541 musste der Kirchenfürst die Stadt schließlich verloren geben. Martin Luther indes predigte zwischen 1545 und 1546 insgesamt dreimal in der Marktkirche von Halle.

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Sehenswertes

Halle ist Händelstadt. Denn der berühmte Komponist Georg Friedrich Händel wurde hier 1685 geboren, getauft und erlernte das Orgelspiel, bevor es ihn in die Welt hinauszog. Die Geschichte Halles reicht noch viel weiter zurück – die Stadt ist heute mehr als 1.200 Jahre alt und zählt über 230.000 Einwohner. 

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Lutherstätten

Stadtgottesacker

Kardinal Albrecht veranlasste Mitte des 16. Jahrhunderts die Neuanlage eines Stadtgottesackers. Der Baumeister Nickel Hofmann konzipierte diesen nach dem Vorbild eines italienischen „Camposanto“. Die Anlage gilt mit ihrer architektonischen Geschlossenheit und den einmaligen Verzierungen der umlaufenden Arkaden als einer der bedeutendster Renaissance-Friedhöfe Europas. Die Umrahmung des Friedhofes bilden 94 reich verzierte Grabbögen, in denen berühmte Bürger der Stadt beigesetzt wurden, darunter Georg Händel, der Vater von Georg Friedrich Händel, und August Hermann Francke.

Foto: Thomas Ziegler


Marktkirche und Marienbibliothek

Die Marktkirche wurde im 16. Jahrhundert als spätgotische Hallenkirche zwischen den Turmpaaren der einstigen St. Gertruden- und St. Marienkirche gebaut. 1541 führte hier Justus Jonas die Reformation ein. In dieser Kirche wirkten als Komponisten und Organisten Samuel Scheidt, Friedrich Wilhelm Zachow und Wilhelm Friedemann Bach.

Martin Luther predigte am 5. August 1545 sowie am 6. und 26. Januar 1546 in der Marktkirche. Hier sind heute in einem Turmraum die Original-Totenmaske Martin Luthers, ein Abdruck seiner Hände sowie die Kanzel aus der Lutherzeit zu sehen.

Foto: Thomas Ziegler


Dom und Neue Residenz

Die ursprünglich an dieser Stelle um 1300 erbaute Klosterkirche der Dominikaner wurde von Kardinal Albrecht ab 1520 zur Stiftskirche seiner Residenz ausgebaut. Von der einst reichen Renaissance-Ausstattung zeugen heute neben dem markanten Rundbogengiebel besonders die Kanzel und 17 überlebensgroße Pfeilerstatuen als hervorragende Bildhauerarbeiten dieser Zeit. Seit der Reformation diente der Dom den jeweiligen Landesherren als Hof- und Schlosskirche und wurde im Zuge dessen mit frühbarocken Elementen ergänzt. Ab 1688 nutzte die durch den Zuzug von Pfälzer Glaubensflüchtlingen anwachsende reformierte Gemeinde den Dom für ihre Gottesdienste.

Foto: Thomas Ziegler


Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Den Grundstein der Moritzburg legte 1484 Erzbischof Ernst von Sachsen. Im Mai 1503 hielt er mit seinem Hofstaat Einzug in die neue Residenz. Zu diesem Zeitpunkt war der Bau bis auf die Schlosskapelle weitestgehend vollendet. Unter Erzbischof Ernsts Nachfolger Kardinal Albrecht erhielt die Moritzburg eine überaus repräsentative Ausstattung mit reichen Holztäfelungen, prachtvollen Kachelöfen, prunkvollen Teppichen, Wandmalereien und kostbaren Gemälden der großen Künstler der Zeit, darunter Cranach, Grünewald und Dürer.

Foto: Thomas Ziegler


Franckesche Stiftungen

4 Taler und 16 Groschen in der Spendenbüchse bewogen den Theologen August Hermann Francke im Jahr 1698 dazu, eine Schulstadt zu gründen, deren epochemachende Reformen Luthers Ideen umsetzten und von Franckes Schülern durch ganz Europa bis nach Indien und Nordamerika getragen wurden. In der Schulstadt, die Zeitzeugen als das „Neue Jerusalem“ galt, arbeiteten und lebten während ihrer Blütezeit bis zu 3.000 Menschen. Bis heute sind die Franckeschen Stiftungen mit dem Historischen Waisenhaus, dem längsten Fachwerkhaus Europas, dem ältesten bürgerlichen Museumsraum und frühmoderner Kulissenbibliothek ein lebendiger Bildungskosmos mit Museen, Schulen und Instituten.

Foto: Thomas Ziegler


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